Besichtigung des Schieferbergwerks in Mayen
20 Mitglieder des Eifelvereins und Gäste machten sich auf zur Genovevaburg nach Mayen.
Nach dem Besuch des Eifelmuseum sollte es nun in die Tiefe unter der Burg ins Deutsche Schieferbergwerk gehen. Zunächst erläuterte der Burgführer, wie diese Schieferschichten vor Millionen von Jahren aus dem devonischen Meer entstanden sind. Dann ging es mit dem Aufzug in 16 Meter Tiefe. Kühle Luft empfing die Gruppe. Die Temperatur beträgt im Stollen ganzjährig ca. 8 Grad. Alle wurden mit Helmen und schützenden Jacken ausgestattet. Anschließend wurde die Gruppe durch das 340 Meter lange Stollen-Labyrinth geführt. Anschaulich wurde über Arbeit und Alltag des Schieferabbaus informiert. Anders als für die Besucher heute, hatten die Bergarbeiter zunächst keine Schutzausrüstung, die Arbeit war hart, die Arbeitstage lang und der Lohn gering.
Im Krieg wurde der Stollen als Luftschutzbunker genutzt und diente ca. 3000 Menschen als Schutzort. Mayen wurde am 2.1.1945 zu etwa 90% zerstört. Der Stollen bot einen sicheren Ort, eine längeren Verbleib dort wollte sich aber keiner der heutigen Besucher vorstellen.
So war man auch froh, wieder hoch ins Warme zu kommen. Bei einem Mittagessen im Bistro Dajöh saß man anschließend gemütlich beisammen, bevor es zurück nach Bad Breisig ging.